79. Tagung

echt

79. Frühjahrstagung
von
Mittwoch 08. bis Samstag 11. April 2026

TAGUNGSPROGRAMM Anmeldeformular

Stipendienprogramm für Studierende
Um Studierenden die Teilnahme an der Frühjahrstagung zu ermöglichen, vergibt das INMM eine begrenzte Anzahl von Stipendien in Höhe von bis zu 100 € für die Kosten von Anreise und Unterkunft. Zusätzlich werden die Tagungsgebühren erlassen.
Bitte richten Sie eine formlose Bewerbung mit Motivationsschreiben bis zum 15. März an: email hidden; JavaScript is required

Die Tagung widmet sich Fragen nach Echtheit, Glaubwürdigkeit und Nachprüfbarkeit von Daten und Fakten in einer komplexen, medial geprägten Welt.

Uneindeutigkeit und die Konfusion von Identitäten, politischen Richtungen und Aussagen prägen unsere Wahrnehmung. Diese Entwicklung bewirkt einerseits Verunsicherungen, andererseits Tendenzen zu einseitigen und scheinbar einfachen Problemlösungen. Es stellt sich die Frage, ob und wie zeitgenössische Musik Möglichkeiten eröffnet, diese Entwicklungen zu reflektieren.

Die breite Assoziationspalette von „Echt“ und „Echtheit“ soll genutzt werden, um eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Deutungsspielräumen anzuregen, die sich eindimensionalen (Zu-)Stimmungen entziehen.

Im Fokus stehen Kompositionen und künstlerische Projekte, die mit Opazität, Ambivalenz, Zeigen und Verbergen arbeiten. Kunst wird hier als Raum produktiver Irritation verstanden – Unsicherheit wird zum Ausgangspunkt für Erkenntnis.

In vier Themenblöcken werden Vorträge, Diskussionen und künstlerische Beiträge kombiniert. Thematisiert werden u. a. die musikinterne Frage der Deutbarkeit und die Wahrnehmung in psychologisch und physiologisch bedingten „Parallelwelten“.

Tagungsprogramm:

Workshops parallel zum Tagungsprogramm
MITTWOCH

Eröffnungskonzert

Begrüßung Robin Hoffmann / Vorstand des INMM

Tamara Kurkiewicz (Perkussion) spielt Werke von Wojtek Blecharz und Rebecca Saunders; elektroakustische Werke von Bernd Leukert und Julia Mihály

DONNERSTAG:

Themenblock I: täuschen

mit Petra Gehring (Philosophie), Henry Keazor (Kunst- und Kulturwissenschaftler), Bernd Leukert (Kulturjournalist, Komponist)

Der Donnerstagnachmittag wird in deutsche Gebärdensprache übersetzt

Themenblock II: wahrnehmen

Konzertinstallation von und mit Wojtek Blecharz

Vorträge und Gespräche mit [in]operabilities (Musiktheaterkollektiv) und Paul Whittaker (gehörloser Pianist, Chorleiter, Organist und Musikvermittler)

Konzert

Fabrik Quartet spielt Werke u.a. von Rebecca Saunders und Julia Mihály

FREITAG

Themenblock III: Rebecca Saunders – Komponistin im Portrait

mit Rebecca Saunders (Komponistin), Tina Vogel (Musikpädagogin) und Julia Kursell (Musikwissenschaftlerin)

 Parcours der Möglichkeiten

Präsentationen diverser Institute und Akteure / Akteurinnen zur Thematik (u.a. aus Darmstadt, Osnabrück)

Konzert

in Kooperation mit der Akademie für Tonkunst, Darmstadt
Werke von Rebecca Saunders, Studierenden und Lehrenden der Akademie für Tonkunst u.a.

Nachtkonzert im Gewölbekeller des Jazz-Instituts (kuratiert in Kooperation mit dem Jazzinstitut)

mit Rodrigo Constanzo, N.N.

SAMSTAG

Themenblock IV:  echt

mit Ivo Berg (Musikpädagoge), Monika Pasiecznik (Musikwissenschaftlerin), Lukas Bugiel (Musikpädagogik u. -philosophie)

Abschlussdiskussion

Workshops parallel zum Tagungsprogramm

07.-10. April
Workshop für Kinder:
KLANGVERWIRRUNG
Klingende Skulpturen von und für Kinder
Leitung: Julia Mihály
(Uhrzeiten: 9:30-16:30 Uhr, dienstag nur nachmittags)

8. und 10. April
Workshop
für gehörlose, schwerhörige und hörende Erwachsene
in deutscher Gebärdensprache und deutscher Lautsprache (wird gedolmetscht):

VIELSINNLICHE MUSIK
Leitung: Musiktheaterkollektiv [in]operabilities
geplant: Mittwoch 08.04. und Freitag, 10.04.2025 jeweils 15:00-18:30 Uhr

Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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